A TANNER story

Eine außergewöhnliche Freundschaft

5 Jahre und 6.600 Kilometer: Eine außergewöhnliche Freundschaft

Freundschaften leben davon, gemeinsam unterwegs zu sein: Zusammen geht es am Wochenende in den neuesten Kinofilm. Wenn es drunter und drüber läuft, genügt ein Anruf und die beste Freundin oder der beste Freund stehen vor der Haustür.  Zum internationalen Tag der Freundschaft erzählt Freudenberg die Geschichte von Cedric Reinhard und Akshay Nathwani. Der Deutsche und der Inder beweisen, dass eine Freundschaft auch über Ländergrenzen und tausende Kilometer Entfernung hinweg bestehen kann. Und das seit dem Kennenlernen 2014 im indischen Pune im Rahmen eines Austausches mit dem Freudenberg-Programm TANNER.

Rund 6.600 Kilometer trennen Deutschland und Indien voneinander. Für Cedrics und Akshays Freundschaft ist diese Distanz kein Hindernis. Seit Cedrics Besuch in Indien halten die beiden über soziale Netzwerke Kontakt. Akshay besuchte Familie Reinhard mehrere Male in Hemsbach. Von dem Großstadtgewimmel in Pune ging es für den jungen Inder in die kleine Stadt im Rhein-Neckar-Kreis. „Obwohl ich tausende Kilometer weit weg von Zuhause war, hatte ich immer das Gefühl, bei den Reinhards zuhause zu sein“, so Akshay. Mehr noch: „Cedric und ich sind nicht nur Freunde. Wir sind Familie.“ 

Akshay (r.) und Cedric (l.) bei einem gemeinsamen Besuch in Heidelberg.

Kennenlernen beim TANNER-Austausch in Indien

„Wir haben uns gleich gut verstanden“, erinnert sich auch Cedric an das erste Zusammentreffen mit Akshay vor fünf Jahren. Kennengelernt haben sich die beiden bei Cedrics zweiwöchigem TANNER-Austausch in Pune. Ende 2014 flog der Hemsbacher nach Indien und kam bei Familie Bagchi unter. Mit Gastbruder Avnish ging es im Nachtbus in die Ferienregion Goa. Silvester verbrachten die beiden in der Millionenmetropole Mumbai.

Zurück in Pune besuchte der Deutsche an einem Nachmittag Familie Nathwani. Rakesh Nathwani arbeitet ebenfalls bei Freudenberg und ist in Indien Führungskraft bei Freudenberg Filtration Technologies. Sohn Akshay bewarb sich wie Cedric für einen TANNER-Austausch, wartete zu dem Zeitpunkt aber noch auf eine feste Zusage. Die beiden Männer waren sich von Anfang an sympathisch. Ein Jahr später besuchte Akshay Familie Reinhard in Hemsbach. „Akshay hat sofort zur Familie gehört“, erzählt Cedrics Vater Karl Reinhard.  Der mittlerweile pensionierte Reinhard war für Akshay nicht nur Gastvater, sondern bekam auch den Namenszusatz „German Dad“. 

Wann immer Akshay in Deutschland unterwegs ist, war ein Zwischenstopp bei Familie Reinhard in Hemsbach Pflicht: „Wir haben telefoniert und ihn eingeladen. Schon einen Tag später stand er vor unserer Tür“, erinnert sich Cedric an den spontanen Besuch von Akshay einige Monate später. Der Inder war eigentlich im norddeutschen Hamburg unterwegs, ließ es sich aber nicht nehmen vor seinem Rückflug erneut in der Rhein-Neckar-Region bei seiner „German Family“ vorbeizuschauen.

Heavy-Metal-Musik verbindet

Was die Beiden über die Jahre hinweg verbindet, ist die Liebe zur Musik. Akshay ist Schlagzeuger und hat seine eigene Jazz-Band. Cedric spielt mehrere Instrumente und begeistert sich für fast alle Musikrichtungen. „Wir kennen uns seit mehreren Jahren und haben die gleichen Interessen: Wir lieben beide Metal-Musik“, verrät Cedric. Akshay hat die Musik sogar zu seinem Beruf gemacht und ist auch als Toningenieur tätig. 

Die internationale Freundschaft beeinflusste Akshay nachhaltig: Am Goethe-Institut in Pune büffelte der Inder die deutsche Grammatik, erwarb das Deutsch-Zertifikat A2 und baute seine Sprachkenntnisse noch weiter aus: „Ich habe in Deutsch mittlerweile ein Sprachlevel auf dem Niveau B1“, erzählt er stolz. Akshay spielte sogar mit dem Gedanken, künftig in Deutschland zu studieren. „Ich liebe die deutsche Küche. Das Essen schmeckt fantastisch und das Bier ist auch super.“ Der junge Inder begeistert sich außerdem für deutsche Autos und die Landschaft. Die deutsch-indische Freundschaft prägte auch Cedric: Der 24-jährige Student schätzt die indische Leichtigkeit: „Ich gehe meinen Weg mit weniger Druck und lebe mein Leben leichter als zuvor.“

Die Freundschaft der beiden geht soweit, dass auch die Eltern ein enges Verhältnis zueinander pflegen. „Mit Akshays Papa Rakesh habe ich immer noch Kontakt“, erzählt Cedrics Vater. Ende 2016 besuchte Akshays Vater Deutschland für ein Meeting und plante den Sonntag davor einen Zwischenstopp bei Familie Reinhard ein. 

Freundschaft spielt für beide eine wichtige Rolle: „Ich schätze Akshays offene Art und, dass wir zusammen vieles unternehmen können. Wir sind beide einfach locker drauf“, verdeutlicht Cedric. Für Akshay zählt Cedrics Hilfsbereitschaft: „Cedric ist ein toller Mensch, fragt immer wie es mir geht oder ob ich etwas brauche. Ich bin froh, ihn meinen Freund nennen zu dürfen.“

Akshays und Cedrics Freundschaft ist ein Beispiel für internationale Freundschaft. Und noch mehr: Das Zweiergespann beweist, dass TANNER-Austausche auch noch Jahre nach dem Auslandsaufenthalt tragfähig sind und zu echten Freundschaften führen. Die deutsch-indische Freundschaft trägt für Akshay den Zusatz „Brothers for life“. „Die Austausche prägen unsere Kinder nachhaltig“, weiß auch Brigitte Himmes, TANNER-Partnerin bei Freudenberg Sealing Technologies in Weinheim.


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