Freudenberg legt Geschäftszahlen für 2025 vor

Freudenberg behauptet sich in anspruchsvollem Umfeld – starke Finanzkennzahlen unterstreichen Stabilität und Zukunftsfähigkeit.

Die Freudenberg-Gruppe hat sich im Geschäftsjahr 2025 in einem herausfordernden wirtschaftlichen und geopolitischen Umfeld erfolgreich behauptet. 
„Neben der operativen Performance haben wir unseren Fokus konsequent auf finanzielle Disziplin, strukturelle Anpassungen und gezielte Investitionen in Zukunftsthemen gelegt. Mit der Weiterentwicklung unseres Portfolios sowie unseren Investitionen in Innovation, Digitalisierung und neue Technologien schaffen wir die Grundlage, um Freudenberg langfristig wettbewerbsfähig und profitabel aufzustellen“, sagt Claus Möhlenkamp, CEO der Freudenberg-Gruppe.  

Zentrale Finanzkennzahlen belegen die Stabilität und Finanzkraft des global tätigen Technologieunternehmens aus Weinheim: 

  • Umsatz: 11,73 Milliarden Euro 

  • Betriebsergebnis: 1,09 Milliarden Euro 

  • Eigenkapitalquote: 57,1 Prozent 

  • Forschungs- und Entwicklungsinvestitionen: 579,5 Millionen Euro (4,9 Prozent des Umsatzes) 

Damit bleibt Freudenberg trotz erschwerter Rahmenbedingungen finanziell robust, investitionsstark und strategisch handlungsfähig. 

Umsatz und Betriebsergebnis liegen annähernd auf dem Niveau des Rekordjahres 2024, wenngleich die Vorjahreswerte nicht vollständig erreicht werden konnten. Positive Effekte aus Akquisitionen und Verkaufspreisanpassungen konnten Wechselkurseffekte und eine schwächere Nachfrage in wichtigen Märkten – insbesondere im Automobilsektor – nicht kompensieren.

 

Die Zahlen im Detail 

Im Geschäftsjahr 2025 erzielte Freudenberg einen Umsatz in Höhe von 11.731,9 Millionen Euro. Damit lag der Umsatz mit 1,8 Prozent leicht unter dem Vorjahreswert von 11.947,5 Millionen Euro. Wechselkurseffekte in Höhe von 281,6 Millionen Euro belasteten den Umsatz maßgeblich. Die Währungseffekte resultierten vor allem aus der Entwicklung des US-Dollars und des chinesischen Renminbis. 

Das Betriebsergebnis belief sich auf 1.092,7 Millionen Euro und lag mit 3,5 Prozent etwas unter dem Niveau des Vorjahres von 1.132,4 Millionen Euro. Ursächlich waren insbesondere das geringere Umsatzvolumen, negative Währungseffekte und ergebnisbelastende Due-Diligence-Kosten für Akquisitionen. 

Die Umsatzrendite lag bei 9,3 Prozent (Vorjahr: 9,5 Prozent).

Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit betrug 974,2 Millionen Euro und lag um 314,7 Millionen Euro unter dem des Vorjahres. 

Die Eigenkapitalquote erhöhte sich und lag zum Jahresende bei 57,1 Prozent (Vorjahr: 56,8 Prozent). 

Die Ratingagentur Moody’s Deutschland GmbH bewertete Freudenberg auch im Jahr 2025 mit „A3“, Ausblick stabil. Damit verfügt die Unternehmensgruppe weiterhin über ein Single-A-Rating und eine sehr gute Bonitätseinschätzung. 

 

Marktumfeld 

Das Marktumfeld war 2025 weltweit von wirtschaftlichen Unsicherheiten, geopolitischen Spannungen und einer erhöhten Volatilität der Wechselkurse geprägt. In mehreren Kernindustrien – darunter Automobil und Maschinenbau – blieb die Nachfrage vor allem in Europa und Nordamerika schwach oder ging zurück. 

Freudenberg begegnete diesem Umfeld mit strukturellen und operativen Anpassungen, einer konsequenten Portfoliosteuerung – bspw. durch Akquisitionen im Bereich der Medizintechnik und der Lebensmittelindustrie – sowie gezielten Investitionen in Innovation und Zukunftstechnologien. 

Die Geschäftsgruppe Freudenberg e-Power Systems wurde zum 1. Januar 2026 organisatorisch aufgelöst. Das Geschäft mit Batteriezellen, -modulen und -systemen sowie das Brennstoffzellensystemgeschäft werden nicht fortgeführt. Der Geschäftsbereich „Wasserstoffkomponenten“ bleibt dagegen bestehen und wurde an Freudenberg Sealing Technologies angebunden. Betroffen von der Maßnahme waren rund 600 Mitarbeitende schwerpunktmäßig in den USA.

Der Markt für Batterien und Brennstoffzellen in den USA entwickelte sich deutlich langsamer als erwartet. Gründe dafür sind eine schwache Nachfrage in zentralen Anwendungen, fehlende Infrastruktur – insbesondere im Wasserstoffbereich –, hohe Kosten sowie politische und regulatorische Unsicherheiten. Hinzu kamen ein globaler Wettbewerbsdruck und begrenzte Skalierungsmöglichkeiten, die insbesondere das Systemgeschäft wirtschaftlich erschwert haben. 

 

Forschung und Entwicklung 

Im Geschäftsjahr 2025 investierte Freudenberg 579,5 Millionen Euro in Forschung und Entwicklung (Vorjahr: 604,4 Millionen Euro). Der Anteil der Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten am Umsatz lag bei 4,9 Prozent (Vorjahr: 5,1 Prozent). 

Die Effektivität der Innovationsaktivitäten misst Freudenberg weiterhin am Anteil neuer Produkte (Produkte jünger als vier Jahre) am Gesamtumsatz. Dieser Wert stieg 2025 auf 31,5 Prozent (Vorjahr: 30,8 Prozent). 

Ein besonderer Schwerpunkt lag auf der Nutzung künstlicher Intelligenz in Forschung, Entwicklung und Produktion, um Innovationsprozesse zu beschleunigen und Effizienzpotenziale zu heben. Bis 2028 investiert die Unternehmensgruppe rund 200 Millionen Euro in KI-gestützte Forschung. 

 

Investitionen 

Bereinigt um Akquisitionen beliefen sich die Investitionen in immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien im Jahr 2025 auf 456,0 Millionen Euro (Vorjahr: 501,5 Millionen Euro).

Freudenberg investierte weltweit in den Ausbau und die Modernisierung seiner Standorte. Freudenberg Medical tätigte Investitionen in ein neues Produktionswerk für Katheter und thermoplastische Spritzguss-Komponenten in Costa Rica sowie in den Aufbau des neuen Standorts in Alsdorf. 

Freudenberg Sealing Technologies investierte unter anderem in ein neues Werk für Dichtungen in Querétaro, Mexiko, sowie in ein automatisiertes Zentrallager für Corteco in Milan, USA. Am Standort Weinheim nahm Freudenberg Sealing Technologies das neue automatisierte Zentrallager in Betrieb und begann mit dem Bau eines neuen Mischwerks für Elastomere für die Automobil- und allgemeine Industrie.

Die Investitionen in Deutschland beliefen sich im Jahr 2025 auf 142,9 Millionen Euro (Vorjahr: 181,2 Millionen Euro). 

 

Akquisitionen 

Im Berichtsjahr tätigte die Freudenberg-Gruppe Akquisitionen im Umfang von rund 800 Millionen Euro. Dazu zählen unter anderem der Erwerb von Fuji Seiko im Bereich Medizintechnik sowie Zukäufe in der Lebensmittelindustrie für die Marke Capol bei Freudenberg Chemical Specialities. Zudem hat Freudenberg Home and Cleaning Solutions ein Übernahmeangebot abgegeben, um sämtliche Aktien der Nilfisk Holding A/S zu erwerben und so den Bereich bei professionellen Reinigungsgeräten, u. a. bei autonomen Reinigungsrobotern, zu erweitern.

 

Mitarbeitende 

Zum 31. Dezember 2025 beschäftigte die Freudenberg-Gruppe weltweit 50.968 Mitarbeitende aus 147 Nationen in rund 60 Ländern (Vorjahr: 52.104). 

Der Rückgang der Mitarbeitendenzahl ist vor allem auf im Jahr 2025 eingeleitete Restrukturierungsmaßnahmen, insbesondere bei Freudenberg e-Power Systems, zurückzuführen. Trotz Neueinstellungen im Zuge von Akquisitionen reduzierte sich die Gesamtzahl der Beschäftigten im Jahresverlauf insgesamt um rund 1.100 Mitarbeitende. 

Über die Freudenberg-Gruppe

Freudenberg ist ein globales Technologieunternehmen, das seine Kunden und die Gesellschaft durch wegweisende Innovationen nachhaltig stärkt. Gemeinsam mit Partnerinnen und Partnern, Kundinnen und Kunden sowie der Wissenschaft entwickelt die Freudenberg-Gruppe technisch führende Produkte, exzellente Lösungen und Services für rund 40 Marktsegmente und für Tausende von Anwendungen: Dichtungen, schwingungstechnische Komponenten, technische Textilien, Filter, Reinigungstechnologien und -produkte, Spezialchemie, medizintechnische Produkte und E-Mobilitätslösungen.

Innovationskraft, starke Kundenorientierung sowie Diversity und Teamgeist sind die Eckpfeiler der Unternehmensgruppe. Der Exzellenzanspruch, Verlässlichkeit und proaktives, verantwortungsvolles Handeln gehören zu den gelebten Grundwerten in der 177-jährigen Unternehmensgeschichte.

Im Jahr 2025 beschäftigte die Freudenberg-Gruppe rund 51.000 Mitarbeitende in rund 60 Ländern und erwirtschaftete einen Umsatz von mehr als 11,7 Milliarden Euro. Weitere Informationen unter: www.freudenberg.com 

Pressekontakt:
MICHAEL SCHEUER
Head of Corporate Communications

Freudenberg & Co. KG
Höhnerweg 2-4
69469 Weinheim
Deutschland

Portraitfoto von Michael Scheuer, Head of Corporate Communications bei Freudenberg & Co. KG
MARTINA MUSCHELKNAUTZ
Senior Manager Corporate Communications

Freudenberg & Co. KG
Höhnerweg 2-4
69469 Weinheim
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Portraitfoto von Martina Muschelknautz, Senior Manager Corporate Communications bei Freudenberg & Co.