Hilfe für Geflüchtete

Bis Ende 2015 konnten Mitarbeiter, Gesellschafter und Pensionäre für die Freudenberg-Hilfsaktion für Geflüchtete spenden. Das Unternehmen verdreifachte die Gesamtsumme der Spenden. So kamen insgesamt gut 1,6 Millionen Euro zusammen. Zuzüglich einer jährlichen Sonderspende von Freudenberg in Höhe von 250.000 Euro, stehen so bis 2019 2,6 Millionen Euro für die Flüchtlingshilfe zur Verfügung. Insgesamt gingen seit dem Start der Aktion gut 1,3 Millionen Euro an mehr als 70 verschiedene Initiativen im In- und Ausland.

Phase 1: Förderung von Soforthilfe, Kindern und Jugendlichen sowie Spracherwerb

Bis Ende 2016 kam die Hilfe vor allem Kindern und Jugendlichen, Familien mit Kindern und älteren Menschen zugute. Es wurden bevorzugt Projekte gefördert, die Mitarbeiter vorgeschlagen haben. Ein Spendenkomitee aus derzeitigen und ehemaligen Führungskräften von Freudenberg entschied, welche Projekte unterstützt werden. Die Maßnahmen lassen sich in 3 Kategorien unterteilen: ​

  • Soforthilfe in Deutschland und in den Krisenregionen,
  • besondere Unterstützung von Kindern/Jugendlichen,
  • Vermittlung von Sprachkenntnissen.​​​

Phase 2: Schulbegleitende Praktika

Gemeinsam mit dem A​​​usbildungszentrum der Unternehmensgruppe entwickelte das Spendenkomitee ein Konzept für ein schulbegleitendes Praktikum für junge Geflüchtete. Das einjährige Programm qualifiziert die Teilnehmer für eine duale Ausbildung in einfachen Metallberufen wie Metallbauer oder Maschinen- und Anlagenführer.

Phase 3: Technische Berufsausbildung

Nach dem erfolgreichen Start des vorbereitenden Praktikums, geht es jetzt im nächsten Schritt darum, Geflüchteten langfristige Perspektiven aufzuzeigen und Ausbildungsstellen anzubieten. Das Ziel ist es, über die kommenden drei Jahre 12 bis 15 Geflüchteten die Möglichkeiten zu geben, eine duale Ausbildung zu beginnen. Die verbleibenden Gelder aus der Spendenaktion werden künftig ausschließlich für diesen Zweck eingesetzt. Da die Finanzierung aus dem Spendentopf gesichert ist, können die Plätze zusätzlich zu den regulären Ausbildungsstellen angeboten werden.

Förderung und Integration

Auf die besondere Situation der Flüchtlinge wird speziell eingegangen: Im Mai 2017 startet die Vorbereitungsphase, in der die ​Geflüchteten mit gezielter, individueller Förderung wie Sprachunterricht fit für den Ausbildungsstart im Oktober gemacht werden. Das Konzept sieht vor, dass während der Ausbildung den Geflüchteten Sozialarbeiter zur Seite stehen sollen. Zudem ist es geplant, dass Mitarbeiter aus der Stammbelegschaft die Rolle als Mentoren übernehmen und sie so bei der Integration unterstützen.