Umweltfreundliche Putzhelfer

100 Prozent biologisch abbaubar

Schwammtücher von Vileda und Wettex können sich nach der Entsorgung rückstandslos auflösen. Ihre Herstellung erfolgt nach nachhaltigen Prinzipien.

Ein verantwortungsbewusster Lebensstil ist genauso wichtig wie innovative Technologien und Produkte, um unsere Natur zu schonen und internationale Umweltziele zu erreichen. Rund um die Welt wächst dafür das Bewusstsein bei Verbrauchern. Immer mehr Menschen achten darauf, in ihren Haushalten nichts zu verschwenden und umweltfreundliche Produkte zu kaufen – beispielsweise für den Hausputz.

Bei der Produktion werden nur Farben auf Wasserbasis verwendet.

Freudenberg steht seit der Herstellung des ersten Fenstertuchs im Jahr 1948 für Innovation und Qualität bei Produkten zur Haushaltsreinigung. Alle Produkte werden kontinuierlich verbessert, auch im Hinblick auf Nachhaltigkeit. Ein Beispiel: Freudenberg vertreibt jährlich 200 Millionen Schwammtücher der Marken Vileda und Wettex, die zu 100 Prozent biologisch abbaubar sind. Wenn die Schwammtücher ausgedient haben, können sie auf dem heimischen Komposthaufen entsorgt werden. Dort zersetzen sie sich rückstandlos innerhalb von acht bis elf Wochen, da sie aus Zellstoff und Baumwolle bestehen.

Bis dahin können sie viele Male bei 60 Grad in der Waschmaschine gewaschen und wiederverwendet werden, ohne ihre hohe Saugfähigkeit zu verlieren. Allein ein Schwammtuch kann so bis zu 15 Rollen Küchenpapier ersetzen. „Unsere Kunden geben uns sehr positives Feedback zur Langlebigkeit der Tücher. Unsere Produkte tragen damit ebenfalls zum Umweltschutz bei, besonders im Vergleich mit Einweg-Alternativen“, sagt Steffi Reuther, Direktorin Regionales Marketing für die Schwammtücher bei der Geschäftsgruppe Freudenberg Home and Cleaning Solutions.

Freudenberg vertreibt 200 Millionen biologisch abbaubare Schwammtücher pro Jahr.

Nachhaltige Rohstoffe

Die Experten von Freudenberg bringen schon bei der Entwicklung von Produkten ihr Know-how über die richtigen Materialien und Herstellungsverfahren ein. „Wir wollen die Nachhaltigkeit unserer Produkte permanent verbessern, angefangen bei der Rohstoffbeschaffung bis hin zur Entsorgung“, sagt Reuther. So ist Zellstoff, der den Tüchern ihre Saugkraft verleiht, aus Holz von verantwortungsvoll bewirtschafteten Wäldern, die nur wenige hundert Kilometern vom Produktionsstandort im schwedischen Norrköping liegen. „Alle Transporte werden von Fahrzeugen mit Bio-Kraftstoffen aus erneuerbaren Quellen betrieben“, sagt Standortleiterin Eva Lindell. Das gilt auch für die Gabelstapler und andere Fahrzeuge am Standort. Die Baumwolle, die das Gewebe stabil und widerstandsfähig macht, besteht aus wiederverwerteten Spinnabfällen. Bei der Herstellung der Schwammtücher werden zudem ausschließlich Farben auf Wasserbasis verwendet.

Beim Verpacken kommen recycelte Materialien zum Einsatz.

CO2 reduziert

Freudenberg hat den jährlichen CO2-Fußabdruck des Standortes in den letzten fünf Jahren von über 17.000 Tonnen auf rund 600 Tonnen reduziert. Dazu beigetragen hat die Umstellung auf elektrische Energie, die komplett aus Wasser-, Wind- und Solarkraft gewonnen wird. Eine neue Dachisolierung reduziert die notwendige Fernwärme in der Wartungshalle. Das Flüssiggas LPG ersetzte Heizöl in der Brennereinheit der Luftreinigungsanlage. „Zudem haben wir die Effizienz unseres Herstellungsverfahrens permanent verbessert“, sagt Lindell.

Ein Beispiel: Die Poren der Schwammtücher, welche die Flüssigkeitsaufnahme fördern, werden mithilfe von Glaubersalz gewonnen, das im Produktionsprozess in das Gewebe eingebracht, durch Herunterkühlen kristallisiert, geschmolzen und wieder ausgewaschen wird. Dieses Salz wird nun zu 100 Prozent wiederverwendet. Jährlich spart das etwa 1000 Tonnen des Rohstoffes ein. Insgesamt wurde die Menge des industriellen Abfalls um etwa 40 Prozent seit dem Jahr 2015 reduziert. Eine neue Abwasserreinigungsanlage soll künftig weitere Vorteile für die Umwelt bringen.


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