Kompensatoren von EagleBurgmann

Schifffahrt auf grünem Kurs

Auf den Weltmeeren soll weniger Schwefel durch Schiffe in die Luft gelangen. Freudenberg leistet mit Komponenten für Abgasreiniger einen Beitrag. 

Über 90.000 Schiffe auf den Weltmeeren sollen durch eine neue Vorgabe der International Maritime Organization (IMO) seit 1. Januar ihren Schwefelausstoß um 77 Prozent reduzieren. Das hat die Einführung von umweltschonenden Technologien in der Branche beschleunigt. Für die Abgasreinigung mit Entschwefelungsanlagen, sogenannten Scrubbern, sind Freudenberg Metallkompensatoren eine wesentliche Komponente. Know-how und Service der Geschäftsgruppe EagleBurgmann sind gerade jetzt besonders gefragt.

Zu Beginn des Jahres 2020 ist ein neuer IMO-Grenzwert in Kraft getreten. Schiffstreibstoff darf nur noch 0,5 Prozent Schwefel enthalten – zuvor lag der Wert bei 3,5 Prozent. Auf Nord- und Ostsee gilt schon länger ein Grenzwert von 0,1 Prozent. Laut der Organisation sollen so 8,5 Millionen Tonnen weniger Schwefeloxide in die Atmosphäre gelangen, die beim Menschen Lungenkrankheiten auslösen und in der Atmosphäre zu saurem Regen führen können. Reeder bringt die Umsetzung der strengeren Vorschrift allerdings ins Schwitzen. Marinediesel und Marinegasöl sind sauberer als das bisher verwendete schwefelreiche Schweröl, aber mindestens doppelt so teuer. Für Flüssiggas gibt es noch keine verlässliche Infrastruktur, zudem erfordert es einen kompletten Neuaufbau des Antriebs.

Metallkompensatoren werden für den Anschluss von Scrubbern an verschiedenen Stellen benötigt. Am Ein- und Auslass für das Abgas ebenso wie an den Rohrleitungen zum Ein- und Ausleiten des Waschwassers.

Rolle der Kompensatoren

Die einmalige Integration von Scrubbern als Abgasreinigungsanlage in den Schornstein der Schiffe ist daher für viele die beste Möglichkeit. Metallkompensatoren von EagleBurgmann werden für den Anschluss von Scrubbern am Ein- und Auslass für das Abgas ebenso wie an den Rohrleitungen benötigt. Sie schützen den Scrubber und die Ausrüstung, an der er befestigt ist, indem sie Vibrationen und Bewegungen ausgleichen, die durch die thermische Ausdehnung in den Rohren oder an den Verbindungsstellen entstehen, weil das eingespeiste Abgas heiß ist.

„Vom Frachter über Tanker bis zum Kreuzfahrtschiff werden momentan alle möglichen Arten von Schiffen mit Scrubbern nachgerüstet“, sagt Amin Alborzi. Der Experte für Kompensatoren bei EagleBurgmann in Dänemark hat gemeinsam mit Herstellern solcher Abgaswaschsysteme schon 20 Nachrüstprojekte umgesetzt. Denn nicht nur neu gebaute Schiffe müssen nach der IMO-Vorgabe sauberer werden. Betroffen sind alle Schiffe auf den Weltmeeren, über 90.000 insgesamt.

Agiles Umfeld

„Unsere Kunden verlassen sich beim Anschluss der Scrubber ganz auf die Ingenieurskompetenz, die EagleBurgmann seit über 50 Jahren im Bereich Kompensatoren mitbringt“, sagt Alborzi. Gleichzeitig ist Schnelligkeit gefragt. „Der Markt diktiert ein hohes Tempo.“ Denn haben die Reedereien erst einen Werftplatz gesichert, brauchen sie meist einen Scrubber-Hersteller, der auf Anfrage schnell reagiert und in nur zwei bis drei Tagen ein Konzept entwickelt. Die Experten der Freudenberg-Geschäftsgruppe sind auf dieses agile Umfeld eingestellt und können innerhalb weniger Stunden die passenden Kompensatoren entwerfen. Modulares Produktdesign und das ständige Bereithalten des richtigen Materials unterstützen die Flexibilität bei EagleBurgmann.

„Häufig müssen die fertigen Produkte schon zwei bis drei Wochen später zum Einbau vor Ort bereitstehen“, sagt Alborzi. Viele Anbieter binden EagleBurgmann mittlerweile vom Start weg in ihre Scrubber-Projekte ein, weil ihnen daraus ein Wettbewerbsvorteil entsteht. Sie können mit einer verlässlichen Komplettlösung bei Reedereien auftreten.

Schiffe wie dieses müssen ihren Schwefelausstoß erheblich verringern.

Jedes Projekt einzigartig

Es ist keine Ausnahme, dass der Platz für den Einbau des Systems begrenzt und die vorliegenden Daten unvollständig sind. „Die Schiffe sind teilweise 30 Jahre alt und niemand hat das Nachrüsten je eingeplant“, sagt Jan Grodzinski, Key Account Manager für den Maschinenbau bei EagleBurgmann. Bestehende Rohrleitungen müssen zurechtgeschnitten und modifiziert werden. „Unsere Experten sehen sich weltweit die Gegebenheiten direkt vor Ort an und geben die Bedingungen an uns weiter“, sagt Grodzinski. Dann kann es heißen: „Wir haben zehn mal fünf mal fünf Meter. Bitte liefert uns die passende Lösung.“ Die Auswahl der richtigen Bauteile und Stahlsorten richtet sich hauptsächlich nach der Konstruktion, den Abmessungen und dem Typ des Scrubbers sowie dem verwendeten Rohrsystem. Typenzulassungen der wichtigsten Klassifikationsgesellschaften für alle Bauteile begrenzen den Dokumentationsaufwand der Nachrüstprojekte. 

Das Fazit von Jan Grodzinski nach mittlerweile 150 verbauten Kompensatoren in Scrubbern: „Mit unseren Technologien ist es noch nie zu einem Ausfall gekommen. Wir sind stolz, unsere Kunden schnell, kompetent und verlässlich zu unterstützen.

Schiffe wie dieses müssen ihren Schwefelausstoß erheblich verringern.


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