Die Arbeitswelt von Dr. Alexandra Heislitz

Gemeinsam Großes schaffen

Der Werdegang von Dr. Alexandra Heislitz klingt ungewöhnlich und inspirierend zugleich: Als eine von wenigen Frauen studierte sie Maschinenbau bis zur Promotion und vereinbarte dies erfolgreich mit dem Familienleben mit zwei Kindern. 2017 fand sie ihren Weg zu Freudenberg. Zunächst leitete sie Projekte in der Konzernfunktion Freudenberg Technology Innovation. Heute kümmert sie sich in ihrer Position als Head of Innovation Networks darum, agile Arbeitsweisen für das Unternehmen zu entwickeln sowie essenzielle Netzwerke zu bilden und bestehende zu pflegen – sowohl intern als auch extern.

 

Schon als Kind packte die im Main-Taunus-Kreis Geborene in ihrer Handwerkerfamilie mit an. Nachdem Heislitz die Schule erfolgreich abschloss, begann sie ihr Studium – als erste aus der Familie. Die Wahl fiel auf Maschinenbau an der Technischen Universität Darmstadt. „In der Schule faszinierten mich Mathematik und Physik und fielen mir besonders leicht. Allerdings waren mir die Fächer zu theoretisch. Also entschied ich mich für Maschinenbau, denn da bewegt sich schließlich etwas“, beschreibt Heislitz. Im Studiengang war sie eine von 12 Frauen unter 400 Männern.

 

Also entschied ich mich für Maschinenbau, denn da bewegt sich schließlich etwas

Dr. Alexandra Heislitz

Herausforderungen annehmen und meistern

Im Anschluss an das Studium entschied sie sich für die Promotion im Bereich des konstruktiven Leichtbaus. Mit der Promotion war eine Vollzeitstelle an der TU Darmstadt verbunden. Gleichzeitig beschloss sie, die Zeit vor dem Eintritt in die Wirtschaft zu nutzen, um eine Familie mit zwei Kindern zu gründen.  „Das scheint ein ungewöhnlicher Weg zu sein, denn ich werde oft darauf angesprochen, wie ich das geschafft habe. Darauf habe ich eine einfache Antwort: durch die Unterstützung meiner Familie und Freunde. Denn ich bin der Meinung, gemeinsam – in der Familie oder in einem engagierten Team – kann man mehr erreichen. So habe ich auch den Abschluss meiner Promotion geschafft, bei der ich hochschwanger war und wir gerade in unser Haus umzogen, das wir mit Hilfe der Familie kernsaniert hatten“, erinnert sie sich.  

Bevor Heislitz ihren Weg zu Freudenberg fand, arbeitete sie bei einem großen Automobilkonzern. „Meine Zeit dort war sehr spannend und ich habe die Strukturen des Konzerns kennengelernt. Allerdings hatte ich das Gefühl, dass ich mich nicht so weiterentwickeln konnte, wie ich es wollte“. Nach kurzer Recherche stand es für Heislitz fest: „Ich wollte zu Freudenberg. Mit dem Slogan ‚Innovating Together‘ konnte ich mich auf Anhieb identifizieren. Mir gefiel der Gedanke, hier im Team etwas bewegen zu können. Besonders, dass Freudenberg ein Unternehmen in Familienbesitz ist, hat mir viel bedeutet. Ich verbinde es damit, dass die Firma für den Aufsichtsrat auch ein persönliches Anliegen ist.“

Heislitz Karriere bei Freudenberg begann als Projektleiterin in der Methodenentwicklung. So betreute sie diverse Projekte aus unterschiedlichen Freudenberg-Geschäftsgruppen und untersuchte beispielsweise das Kälteverhalten von Elastomeren und den Verschleiß von Dichtungsringen. Ziel der Projekte war es, herauszufinden, wie Freudenberg die Produkte noch funktionsfähiger gestalten kann. „Einer der Prüfstände war ein besonders spannendes Projekt. Es war mit einem großen Aufwand verbunden, dass viel Zeit, Expertise und vor allem Sorgfalt benötigte – gerade beim Aufbau der Prüfung sowie der Analyse und Auswertung der Daten. Hilfreich war es, dass unser Team direkt mit dem Kunden – einem Automobilzulieferer – einer Freudenberg-Geschäftsgruppe vor Ort arbeiten konnte.  Der direkte Kontakt war ein großer Vorteil, da wir dort alles genau analysieren konnten und auch eine sehr offene und konstruktive Arbeitsatmosphäre herrschte, trotz des Erfolgsdrucks. Das ermöglichte es uns, die Prüfstände exakter zu bauen und so den Verschleiß von Dichtungsringen zu optimieren.“

Auf der Suche nach neuen Lösungen

Während Heislitz erfolgreich diverse Projekte leitete, entstand im Bereich Future Technologies bei Freudenberg Technology Innovation die neue Abteilung Innovation Networks – die heute von der Maschinenbauingenieurin geführt wird.  „Ich bin froh und dankbar, dass meine Vorgesetzte Dr. Juliane Jungk mich immer förderte und unterstützte – nach dem Motto ‚Innovating Together‘.“

Als Head of Innovation Networks setzt Heislitz nun andere Schwerpunkte in der Arbeit. Sie ist für die internen und externen Netzwerke Freudenbergs verantwortlich und setzt sich gleichzeitig für neue Arbeitsweisen in Teams mit Partnern inner- und außerhalb des Unternehmens ein.  „Unser Umfeld ist schneller geworden und Innovationen von neuen Produkten sowie Geschäftsmodellen entstehen um uns herum in einer noch nie vorher gesehen Geschwindigkeit. Dadurch können sie unsere bisherigen Geschäftsmodelle disruptieren. Mit neuen und effektiven Arbeitsweisen, diversen Teams sowie mit starken Partnern aus dem wissenschaftlichen Umfeld und den Start-up-Netzwerken, können wir dem begegnen.“

Wenn Alexandra Heislitz nicht arbeitet, widmet sie sich neben ihrer Familie auch ihren Hobbies, die so vielfältig und außergewöhnlich sind, wie ihr Werdegang: „Ich habe tatsächlich nicht das eine Hobby, sondern ich bin für viele Dinge zu begeistern. Ich war schon immer offen für Neues, das spiegelt sich wohl auch in meinen Freizeitaktivitäten wider. So habe ich neben dem Wassersport erst letztens Virtual Reality Gaming und Sport für mich entdeckt.“  

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