Nichts wie raus!

Nichts wie raus!

Die Branche für Sport- und Outdoor-Bekleidung boomt. Freudenberg Performance Materials hat deshalb eine besondere Thermoisolierung entwickelt, die weich, wärmend, atmungsaktiv und nachhaltig ist. Ein Material, das Industrie und Verbrauchern viele Vorteile bietet.

Der Berg ruft, der Wald lockt: Immer mehr Menschen suchen in der Natur Ausgleich zu einem fordernden Alltag. Bei möglichst jedem Wetter versuchen sie, den Kopf frei zu bekommen, neue Energie zu tanken, Sport zu treiben oder einfach nur eine schöne Zeit mit Freunden und der Familie zu erleben. Widrige Wetterbedingungen wie Regen, Schnee und Kälte erfordern die richtige Ausrüstung, um diese Stunden wirklich genießen zu können. Verlässliche Kleidung ist deshalb ein Muss. Kein Wunder, dass die Branche für Sport- und Outdoor-Bekleidung boomt.

Mit „Comfortemp Fiberball Padding“ hat Freudenberg Performance Materials ein Material entwickelt, um an diesem Trend zu partizipieren. Als Partner fungiert dabei die populäre italienische Outdoor-Sportswear-Marke Napapijri. Comfortemp ist die erste Wattierung der Welt, die sich aus zusammenhängenden Faserbällchen zusammensetzt. Sie ist weich, wärmend, atmungsaktiv und langlebig. Für Kunden und Produzenten ist es damit eine überzeugende Alternative zu losem Material wie etwa Daunen.

Projektleiterin Sarah Ziem und Vertriebsexperte Christiano Zanetti kontrollieren die Qualität der Wattierung.

Warm, leicht und flexibel

Daunen etwa sind zwar bekanntlich leicht und wärmen sehr gut, können aber auch Allergien auslösen und verklumpen, wenn sie feucht werden. „Außerdem ist loses Material wie Daunen für die Bekleidungsindustrie deutlich aufwendiger und schwieriger zu verarbeiten“, erklärt R&D Specialist Sarah Ziem und Projektleiterin von Comfortemp. Die losen Materialien müssen in kleinformatige Taschen gefüllt und eingenäht werden, in denen sie allerdings verrutschen können, sodass an den Nähten Kältebrücken entstehen. Bei einer Meterware wie Comfortemp kann das nicht passieren. Sie wärmt besonders gut und gleichmäßig und sie bietet Produzenten mehr Designfreiheit bei weniger Zeitaufwand und Kosten. 

„Unsere Wattierung ist vielseitig und kombiniert die besten Eigenschaften von losem Material und Meterware“, sagt Sarah Ziem. Die Wattierung besteht aus losen Faserbällchen und Bindefasern. In der Produktion werden Bällchen und Fasern gemischt und mittels dem sogenannten Airlaid-Verfahren zu einem zusammenhängenden Vlies verarbeitet. Danach kann es ohne großen Zeitverlust weiterverarbeitet werden.

Entscheidend ist dabei eine weitere besondere Eigenschaft des Materials: seine Rücksprungkraft. Darunter versteht man die Kraft, mit der sich die Wattierung entfaltet, nachdem sie zusammengepresst worden ist. Bei Comfortemp ist sie hoch. „Nach der Herstellung wird das Material vakuumiert, sehr platzsparend verpackt und vergleichsweise kostengünstig verschickt“, erläutert Sarah Ziem. Nach dem Auspacken „erholt“ es sich rasch. Freudenbergs Kunden können es innerhalb weniger Stunden in der Produktion verwenden. Auch das spart Zeit und Geld. Bei anderen Materialien dauert die Entfaltung deutlich länger. Der positive Effekt kommt auch den Verbrauchern zugute: Ziehen sie die Jacke zum Beispiel am Berggipfel aus dem Rucksack, muss sie nicht langwierig aufgeschüttelt werden.

Leicht, weich und warm: Lose Faserbällchen sind das Rohmaterial für Comfortemp Fiberball Padding.

Projektleiterin Sarah Ziem und Vertriebsexperte Christiano Zanetti kontrollieren die Qualität der Wattierung.

Nachhaltige Aussichten

Vier Jahre lang forschte und entwickelte Freudenberg Performance Materials an „Comfortemp Fiberball Padding“. Faserbällchen werden auch in der Möbel- und Bettenindustrie eingesetzt. „Die große Herausforderung lag für uns darin, ein Verfahren für die Bekleidungsindustrie zu etablieren, um derart leichte, weiche und voluminöse Produkte fertigen zu können“, sagt Sarah Ziem. Die Freudenberg-Ingenieure überlegten, tüftelten und kombinierten schließlich verschiedene Elemente zu einem klugen, zusammenhängenden Prozess: beginnend mit dem Rohmaterial und der richtigen Fasermischung, über die Airlaid-Technologie und die damit verbundene homogene Vliesablage bis hin zum Austarieren der perfekten Geschwindigkeit und Temperatur im Ofen - ein Verfahren mit Perspektiven, das künftig auch von anderen Freudenberg-Geschäftsbereichen genutzt werden kann.

Leicht, weich und warm: Lose Faserbällchen sind das Rohmaterial für Comfortemp Fiberball Padding.

Nicht zuletzt punktet Comfortemp damit, dass es mittlerweile eine Eco-Variante gibt, die aus 100 Prozent recycelten Faserbällchen besteht. Nachhaltigkeit ist gerade auch im Outdoor-Bereich ein wesentliches Verkaufsargument. „Das Thema steht in der Bekleidungsindustrie weit oben auf der Agenda“, sagt Christiano Zanetti, Sales Manager von Freudenberg Performance Materials in Italien. „Praktisch alle Unternehmen treiben es voran, denn die Endkunden fragen zunehmend danach.“ So nützt „Comfortemp Fiberball Padding“ am Ende vielen: Freudenberg, der Bekleidungsindustrie, den Verbrauchern – und der Natur, die dank der cleveren Wattierung bei jeder Witterung genossen werden kann.


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