Süchtig nach dem "Klick"-Moment

„Denn an knifflige Themen muss man immer besonders nah rangehen.“

Uwe Dingert

30 Jahre – so lange ist Uwe Dingert Produktentwickler bei Freudenberg, davon mehr als zwei Jahrzehnte bei Vileda. Viele Produkte hat er vom ersten Bleistiftstrich an begleitet. Sein Lieblingsmoment: Wenn eine Idee „Klick“ macht.

„Problemlöser“ – das müsste eigentlich an der Bürotür von Uwe Dingert stehen. Denn mit großer Leidenschaft nimmt er sich regelmäßig großer und kleiner Herausforderungen an, sucht akribisch nach der Lösung und gibt nicht eher auf, bis er sie gefunden hat.

Das macht er nun seit fast 30 Jahren. Damit gilt er als echtes Urgestein im Hause Vileda. Sein reicher Erfahrungsschatz kommt nicht nur Kollegen, sondern auch den Kunden zugute. „Ich bin süchtig nach dem Moment, in dem es ‚klick‘ macht und ich die Lösung habe“, sagt Dingert. „Die besten Ideen“, gibt er zu, „habe ich morgens im Bett oder unter der Dusche.“ Ob ein ganz neues Produkt, die Verbesserung von Bewährtem oder eine ungewöhnliche Technologie – Tüfteln macht ihm einfach Spaß. Mit Erfolg, denn auf mehr als 60 Basispatenten steht bereits sein Name.

Uwe Dingert

30 Jahre – so lange ist Uwe Dingert Produktentwickler bei Freudenberg, davon mehr als zwei Jahrzehnte bei Vileda. Viele Produkte hat er vom ersten Bleistiftstrich an begleitet. Sein Lieblingsmoment: Wenn eine Idee „Klick“ macht.

„Denn an knifflige Themen muss man immer besonders nah rangehen.“

„Problemlöser“ – das müsste eigentlich an der Bürotür von Uwe Dingert stehen. Denn mit großer Leidenschaft nimmt er sich regelmäßig großer und kleiner Herausforderungen an, sucht akribisch nach der Lösung und gibt nicht eher auf, bis er sie gefunden hat.

Das macht er nun seit fast 30 Jahren. Damit gilt er als echtes Urgestein im Hause Vileda. Sein reicher Erfahrungsschatz kommt nicht nur Kollegen, sondern auch den Kunden zugute. „Ich bin süchtig nach dem Moment, in dem es ‚klick‘ macht und ich die Lösung habe“, sagt Dingert. „Die besten Ideen“, gibt er zu, „habe ich morgens im Bett oder unter der Dusche.“ Ob ein ganz neues Produkt, die Verbesserung von Bewährtem oder eine ungewöhnliche Technologie – Tüfteln macht ihm einfach Spaß. Mit Erfolg, denn auf mehr als 60 Basispatenten steht bereits sein Name.

„Ich will verstehen, wo es hakt und welche Schwierigkeit unsere Kunden mit einem Produkt haben. Nur so kann ich mich hineindenken und nach einer optimalen Lösung suchen.“

Im Jahr 1987 begann Uwe Dingert seine Tätigkeit bei Freudenberg in der Zentralen Forschung und Entwicklung, heute der Bereich Corporate Research & Development.

1989 wechselte Dingert zur Dichtungs- und Schwingungstechnik nach Reichelsheim, heute Sealing Technologies. Dort ist er für Verfahrens- und Entwicklungstechnik in der Abteilung „Kunststoff und neue Produkte“ zuständig.

1993 kommt Dingert zu Vileda und baut dort die Forschungs- und Entwicklungsabteilung auf. Als Director Frontend Innovation ist Uwe Dingert für das Technologie-Scouting, für Innovationen sowie für die Beratung der Freudenberg Entwicklungszentren in Chicago und Shanghai zuständig. Zum anderen gestaltet er als Principle Scientist die Prozesse in der Produktentwicklung mit und sorgt dafür, dass alle wichtigen Schritte im Innovationsprozess eingehalten werden.

Der Beginn einer Entwicklungsgeschichte

Angefangen hat alles 1987 in der Zentralen Forschung und Entwicklung bei Freudenberg, heute der Bereich Corporate Research & Development. Dingert, damals Student der Kunststofftechnik, wird nach einem Praktikum und seiner Diplomarbeit vom Fleck weg engagiert. Kurze Zeit später wechselt er zur Dichtungs- und Schwingungstechnik nach Reichelsheim, wo er für die Verfahrenstechnik und Entwicklung zuständig ist.

1993 sucht Vileda jemanden, der sich mit Kunststoffen und Metallen auskennt. Dingert zögert nicht lange. „Damals war Freudenberg Home and Cleaning Solutions noch eine kleine Keimzelle“, erzählt er. In den zehn Jahren darauf baut er die Entwicklungsabteilung mit auf. Heute besteht das Team in Weinheim aus 40 Mitarbeitern, darunter Physiker, Chemiker, Maschinenbau-, Elektro- und Textilingenieure. Wurden bis dato Ideen nur fix zwischen Tür und Angel besprochen, entwickelt er nun handfeste Methoden und Innovationsprozesse mit.

Viele Klassiker aus der Taufe gehoben

Die ersten beiden Produkte, an denen er und sein Team mitgewirkt haben, sind der 2-in-1-Fensterwischer und der Superfeger. „Ich war vom ersten Bleistiftstrich an dabei“, erinnert sich Dingert. „Beide Artikel stehen seit Mitte der Neunziger nahezu unverändert in den Regalen, das macht mich natürlich stolz“, sagt er. Andere Produkte aus dem Schaffen des Ingenieurs sind der Wischmop, der UltraMat, der Easy Wring and Clean und der aktuelle Vileda „Steam Mop“.

„Im Laufe der vergangenen 20 Jahre sind die Produkte immer komplexer geworden“, sagt der gebürtige Saarländer. Die Herausforderung sei, ein ausgewogenes Produkt zu entwickeln, das die Kundenanforderungen erfüllt, kostengünstig ist und das sich für die Produktion in großen Mengen eignet. Das Kundenfeedback steht bei seiner Arbeit im Vordergrund: „Ich will verstehen, wo es hakt und welche Schwierigkeit unsere Kunden mit einem Produkt haben. Nur so kann ich mich hineindenken und nach einer optimalen Lösung suchen.“

Neue Technologien anpacken

Die Lösungen bei Vileda werden technologisch immer anspruchsvoller, denn viele neue Produkte funktionieren mit ausgeklügelter Elektronik. Solche Aufgaben packt Uwe Dingert mit Vorliebe an: Seit einem Jahr kümmert er sich um sogenannte „Front-End-Themen“ und leitet verschiedene Teams, die an technologischen Neuentwicklungen tüfteln. Bei der Beurteilung eines Produkts gibt es einen Gegenstand, den Dingert oft aus der Schreibtischschublade holt: die Lupe. „Denn an knifflige Themen muss man immer besonders nah rangehen.“


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