Nachhaltige Modetrends

Designwettbewerb und Fashionshow in Italien

Nachhaltigkeit ist eines der wichtigsten Buzzwords der letzten Jahre. Globale Entwicklungen wie die wachsende Weltbevölkerung, der Klimaschutz und der höhere Ressourcenverbrauch stellen Unternehmen vor große Herausforderungen. Als Produzenten und Dienstleister sind sie gefordert, den ökologischen Fußabdruck zu verkleinern. In den Unternehmenswerten von Freudenberg ist Nachhaltigkeit seit mehr als 165 Jahren verankert. Wie nachhaltig der Technologiekonzern sein kann, zeigte der Bereich Apparel der Geschäftsgruppe Freudenberg Performance Materials erst kürzlich – mit einem Designwettbewerb inklusive Fashionshow im italienischen Verona, der Schüler und Studenten dazu anregte, nachhaltige Mode mit den Materialien des Unternehmens zu entwerfen.

Mode kann nachhaltig sein – das bewies Lorena Mazo French mit ihrer Kreation aus alten Verpackungen.

Nachhaltigkeit als Schlüssel zur Innovation – mit diesem Appell forderte Freudenberg Performance Materials im März Mode- und Designschulen in ganz Europa dazu auf, ihre Entwürfe für nachhaltige Kleidungsstücke einzureichen. Insgesamt nahmen 45 Studenten von 23 europäischen Mode- und Designschulen aus Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Italien, Polen und Spanien am Wettbewerb teil und stellten unter dem Motto „Nachhaltig gestalten“ ihre eigenen Modekreationen vor. Die Jury, die am 13. September die Sieger des Wettbewerbs in Verona kürte, bestand aus zehn internationalen Mitgliedern, die zu großen Modeunternehmen oder zur italienischen Modekammer gehörten. Sie kürten jeweils das nachhaltigste Designkonzept in den folgenden drei Kategorien: Innovation, Design und Produktion. Vor der Siegerehrung erwartete die Kandidaten eine besondere Überraschung: Sie konnten ihre Kreationen auf einem echten Laufsteg bei einer Modenschau mit professionellen Models sehen. Zudem erhielten alle Gewinner eine Prämie von 2.000 Euro.

Mode kann nachhaltig sein – das bewies Lorena Mazo French mit ihrer Kreation aus alten Verpackungen.

Im Fokus: Nachhaltiges Handeln

Nachhaltigkeit ist bei Freudenberg Performance Materials ein integraler Bestandteil des gesamten Produktzyklus. Die Geschäftsgruppe verfolgt das Ziel, eine möglichst niedrige CO2-Bilanz zu erreichen, und achtet dabei auf die einzusetzenden Rohstoffe und schonende Herstellungsprozesse bei der Produktion. Für den Wettbewerb stellte das Freudenberg-Unternehmen nachhaltige Einlagen für die Kreationen der Kandidaten zur Verfügung. Der Rohstoff, aus dem sie produziert waren: recycelte Fasern.

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Was macht die Designs so nachhaltig?

Kategorie Innovation

Den ersten Preis in der Kategorie Innovation erhielten Nuria Costa und Ane Castro vom spanischen Modeinstitut Esdi. Über ihr Design äußerte sich das Gewinner-Projektduo: „Unsere Mode haben wir mit einem 3D-Drucker und einer Stickmaschine mit digitalen Kontrollmechanismen produziert. So konnten wir sicherstellen, dass wir nur so viele Materialien produzieren und verwenden, wie wir brauchen – ganz ohne überschüssige Stoffe.“

Kategorie Design

Den ersten Preis in der Kategorie „Design“ erhielt Lorena Mazo French von der Modeschule Esmod in Lyon, Frankreich. „Jeden Tag sehe ich so viele Verpackungen in den Geschäften, bei mir zu Hause, auf den Straßen, in Flüssen und Seen. Sie werden alle nicht recycelt und vermüllen unsere Umwelt. Ich wollte sie wiederverwenden und in mein Modestück einarbeiten. Wir müssen einen großen Kampf für unsere Umwelt führen – deshalb nenne ich meine Kollektion auch ,Unser Aufstand’“, äußerte sie sich nach dem Event.

Kategorie Produktion

Andrea Piva von der italienischen Schule Naba wurde mit dem ersten Platz in der Kategorie „Produktion“ geehrt: „Seitdem ich Mode mache, arbeite ich mit qualitativ hochwertigen Materialien. Deshalb wollte ich unbedingt am Modewettbewerb von Freudenberg teilnehmen: Ich kann mich klar mit den nachhaltigen Ansätzen und Produkten des Unternehmens identifizieren.“ Andrea Piva setzte bei seinem Modestück auf lokale Produktion. Er verwendete ausschließlich Wolle aus Italien und sparte somit an Emissionen, die mit dem Transport von Stoffen aus dem Ausland entstanden wären.

Die Gewinner des Wettbewerbs freuten sich über ihre Siegesprämien. (Fotos: Roberto Contena)


Eine Bühne zum Netzwerken

Der Wettbewerb zielte darauf ab, talentierte junge Designer und die europäische Textilbranche zusammenzubringen und die Bedeutung von Nachhaltigkeit als einen Vorreiter von Innovationen zu verdeutlichen. Durch diese Initiative bietet Freudenberg eine Plattform, bei der sich Kollegen und talentierte junge Designer mit führenden Teilnehmern der Textilbranche vernetzen können. „Ich war begeistert von der Kreativität der Teilnehmer. Noch mehr imponierte mir aber, wie selbstverständlich das Thema Nachhaltigkeit angegangen wurde“, erläuterte Uli Scherbel, General Manager Freudenberg Performance Materials Apparel.

Nach der Siegerehrung veranstaltete Freudenberg am 14. September einen Kundenevent mit rund 600 Gästen in der „Gran Guardia“, dem historischen Palast Veronas aus dem frühen 17. Jahrhundert. In der Podiumsdiskussion stand das Thema „Nachhaltigkeit als Innovationstreiber“ im Mittelpunkt. Francesca Romana Rinaldi, Director New Sustainable Fashion am Modeinstitut Mailand, leitete die Diskussion: „Die Modeindustrie ist eine der größten Industrien der Welt. Leider gehört sie auch zu den Industrien, die große Mengen an Wasser verbrauchen und viele Chemikalien verwenden, die sich negativ auf unsere Umwelt auswirken. Deshalb wird nachhaltige Mode sowohl für die Anbieter als auch für die Kunden immer wichtiger.“

Während der Modenschau wurden die Kreationen der Teilnehmer durch professionelle Models präsentiert.

Modeschauen bei Freudenberg

Schon in den 1950er-Jahren veranstaltete Freudenberg eigene Modenschauen. Die erste Vlieseline-Modenschau mit eigenen Modellen fand 1953 vor Angehörigen der Damen-Oberbekleidungsindustrie statt.

Ein Jahrzehnt später stellte man sich erfolgreich einem internationalen Fachpublikum und feierte 1972 bereits ein großes Jubiläum mit der 50. Kollektion aus eigenem Haus.



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