Freudenberg in Kanada

Bei den meisten Ländernamen weiß man nicht genau, woher sie kommen. Welche Bedeutung hat ein Name? Welche Geschichte hat er? Anders bei Kanada. Die Geschichte ist überliefert – es war ein charmantes Missverständnis.

Das Wort „kanata“ bedeutete in der Sprache der Iroqouis, der Ureinwohner Kanadas, „eine Ansammlung von Hütten“ oder auch „Siedlung“. Im 16. Jahrhundert reiste der französische Entdecker Jacques Cartier nach Nordamerika. Da die Iroqouis so oft über kanata sprachen, nahm Cartier an, dass sie damit das gesamte Land meinten. So wurde kanata zu Kanada.

Moraine Lake, Banff-Nationalpark.

Der nationale Flaggentag

Das Ahornblatt ist schon sehr lange ein Symbol für die vielfältige, teilweise spektakuläre kanadische Natur. Mit der Zeit kam eine weitere Facette hinzu. Mit dem Ahornblatt identifizierten sich nun auch die Bewohner Kanadas. Es ist unter anderem auf den kanadischen Münzen zu finden und auch die Flagge schmückt das Ahornblatt seit 1965. Es löste die Union Flag Großbritanniens ab – ein Zeichen der zunehmenden Unabhängigkeit und Selbstständigkeit Kanadas. Der Historiker George Stanley entwarf die heutige kanadische Flagge, die offiziell am 15. Februar 1965 eingeführt wurde. Seitdem wird der 15. Februar als „National Flag of Canada Day“ (nationaler kanadischer Flaggentag) gefeiert.

Ogopogo – das kanadische Ungeheuer von Loch Ness

Das berühmteste Seeungeheuer ist unbestritten das von Loch Ness, auch „Nessie“ genannt. Aber Nessie ist nicht das einzige Ungeheuer seiner Art. Im Okanagan Lake im kanadischen British Columbia soll ein weiteres Monster für Schrecken sorgen: der Ogopogo, ein 3 bis 14 Meter langes, schlangenähnliches Ungeheuer. Sein Kopf sei dem eines Pferdes oder einer Ziege ähnlich, sagt man. Zudem soll der Ogopogo dunkelgrüne Haut mit vielen Höckern haben.

Trotz des harmlos klingenden Namens hat Ogopogo eine sehr düstere Geschichte. Der Legende nach soll es mit einem schlangenähnlichen Wasserdämon namens „N´ha-a-itk“ verbunden sein, der auf Rattlesnake Island, einer kleinen Insel im Lake Okanagan, lebte. Die kanadischen Ureinwohner erzählen sich, dass dieser Dämon Reisende angriff, wenn sie ihm nicht eine lebende Opfergabe boten. Deshalb führten Reisende damals kleine Tiere wie Hühner mit sich mit, um das Ungeheuer im Notfall besänftigen zu können.