Freudenberg - Innovating Together

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Pressemitteilungen

Veränderungen am Standort Weinheim
Gespräche mit Arbeitnehmervertretern gestartet

​​​​Weinheim, 25. November 2016. Um langfristig wettbewerbsfähig und erfolgreich zu bleiben, muss die Freudenberg Gruppe an jedem Standort weltweit flexibel auf Marktbedingungen wie zunehmenden Wettbewerbsdruck und regionale Kundenanforderungen reagieren. Freudenberg Performance Materials Logistics und Freudenberg Filtration Technologies erarbeiten derzeit in zwei voneinander unabhängigen Projekten Pläne, um die Wettbewerbsfähigkeit und gleichzeitig die Profitabilität am Standort Weinheim zu sichern. Jetzt starten die Gespräche mit den Arbeitnehmervertretern, um die geplanten Maßnahmen zu diskutieren und Lösungen zu erarbeiten. Es ist vorgesehen, konkrete Konzepte im Jahr 2017 zu finalisieren und mit der Umsetzung zu starten. 

Freudenberg Performance Materials Logistics plant, ihre Logistikaktivitäten und Serviceleistungen in Weinheim aufzugeben. Ein Grund dafür ist, dass die Lagerhaltung in modernen Flächenlagern erheblich effizienter als in dem nicht mehr zeitgemäßen Freudenberg-Hochregallager ist. In den vergangenen Jahren hat die Industrie ihre Logistik von zweistufig auf einstufig umgestellt. Das heißt heute werden kleine Volumina direkt an Einzelkunden aus Zentrallagern geliefert und nicht mehr große Volumina an dezentrale Regionallager. Die notwendigen Prozesse können durch das Hochregallager nicht mehr effizient gewährleistet werden. Ein detailliertes Benchmarking mit Logistikunternehmen hat gezeigt, dass die Kosten für Lagerdienstleistungen von Freudenberg Performance Materials nicht mehr wettbewerbsfähig sind. Soweit möglich soll jedoch das Schneidzentrum erhalten bleiben, dies wird derzeit noch geprüft. Insgesamt würden die angedachten Pläne zu einem Abbau bei von voraussichtlich 110 der rund 180 Stellen führen.   

Freudenberg Filtration Technologies produziert derzeit in Weinheim vier Filtertypen für das Industriefiltergeschäft: Taschenfilter, Filtermatten, Kassettenfilter und Patronenfilter. Allerdings kön-nen Kassetten- und Patronenfilter am Standort Weinheim nicht mehr wettbewerbsfähig produziert werden. Es handelt sich um Produkte, die durch ihre Komplexität und kleine Volumina nur teilweise automatisiert hergestellt werden können und einen hohen Bedarf an lohnintensiver Handarbeit haben. Um dieses Geschäft profitabel aufzustellen, ist eine Verlagerung in ein osteu-ropäisches Land geplant. Die Produktion der Filtermatten und der Taschenfilter, beide auf Materialbasis von Vliesstoffen, sowie das Distributionszentrum sollen in Weinheim bleiben. Mit der geplanten Neuausrichtung wäre ein Abbau von 50 bis 60 Stellen verbunden.