Freudenberg - Innovating Together

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Pressemitteilungen

Freudenberg treibt Themen der CeBIT voran
Wenn Kunden das Fahren auf der Datenautobahn lernen

​Weinheim, 13. März 2017. In einer Woche öffnet in Hannover die weltweit größte Messe für Informationstechnik ihre Tore. Schwerpunkt der CeBIT 2017 ist die digitale Transformation. Doch was bedeutet dies konkret für die deutsche Wirtschaft? Die weltweit agierende Freudenberg Gruppe hat sich gemeinsam mit Kunden Gedanken darüber gemacht und Lösungen erarbeitet. Die Geschäftsgruppe Freudenberg IT unterstützt Unternehmen bei ihrem Schritt in das digitale Zeitalter. „Es herrscht allgemeiner Konsens darüber, dass Digitalisierung bei jedem Unternehmen in die Strategie gehört. Firmen weltweit nehmen das Thema immer ernster und suchen nach Antworten", sagt Horst Reichardt (Bild), Global CEO der Freudenberg IT. „Doch das ist nicht der Punkt. Entscheidend ist, die richtigen Fragen zu stellen."
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Weitere Informationen sowie ein Glossar finden Sie unten. Gerne stellen wir Ihnen einen Freudenberg-Experten für telefonische Interviews oder auch vor Ort in Hannover zur Verfügung. Seien Sie unser Gast und besuchen Sie uns am 22. März zwischen 12 und 14 Uhr im Convention Center, Saal Hamburg. Schwerpunkte sind unter anderem die Themen Cloud, Internet of Things, Industrie 4.0, SAP /HANA, Application Management Services und Digital Workplace.

Wie geht Industrie 4.0 eigentlich richtig?

Wie die Freudenberg Gruppe seine Kunden unterstützt.

Es zischt und raucht gewaltig rund um die alte Dampfmaschine. Doch die Forscher und Entwickler am Labortisch beachten den mechanischen Prozess überhaupt nicht. Ihr Blick gilt einzig und allein einem kleinen PC-Monitor daneben. Denn viel wichtiger ist, was man nicht sieht oder hört, das Verborgene – wenn Industrie 1.0 auf Digitalisierung trifft.

Beim Lesen internationaler Medien finden sich die Schlagworte Industrie 4.0 und Digitalisierung in beinahe jeder Ausgabe. Fast immer geht es dabei um den Blick in die Zukunft und nicht um den Blick in die Vergangenheit. „Um das Thema als Unternehmen allerdings richtig anzupacken, sollte man erst einmal mit dem anfangen, was direkt vor einem liegt", sagt Horst Reichardt, Global CEO der Freudenberg IT (FIT). „Deshalb haben wir eine alte Dampfmaschine mit moderner Sensorik ausgestattet, messen Temperatur sowie Druck und am Ende ist etwas, das bereits mehr als 40 Jahre alt ist, voll digitalisiert und damit Industrie 4.0-fähig."
 

Die Transformation alter Technik in ein neues Zeitalter – damit trifft die FIT den Kern der Herausforderungen, vor denen vor allem Mittelständler weltweit stehen. Deren Entscheider wollen mitschwimmen auf der digitalen Welle. Sie wissen aber nicht, wo sie anfangen sollen. 

Mehrwert für den Kunden

Die häufigste Frage: Was ist mein konkreter Benefit? Denn Daten alleine sind noch keine Industrie 4.0 – diese entsteht erst, wenn Daten analysiert und Korrelationen herausgearbeitet werden. Datensätze müssen miteinander in Verbindung gebracht werden, Abweichungen bringen den Mehrwert. Echte, angewandte Industrie 4.0 spielt die gewonnenen Informationen zurück an den Ort der Entstehung und treibt Veränderungen voran. Automatisierte Abläufe und Prozesse lernen aus sich ändernden Datenkonstellationen, reagieren automatisch und justieren nach.

Auch innerhalb von Freudenberg gibt es seit Jahren automatisierte Produktionsprozesse, Maschinen die miteinander kommunizieren. „Die Daten können von überall kommen. Die Frage ist, wie sie aufgenommen werden und was damit geschieht", erklärt Reichardt. Industrieunternehmen würden bereits heute Millionen von Daten abspeichern. 90 Prozent der Produktionsunternehmen sind weiter als sie denken. Sie besitzen schon 50 Prozent der Daten, die sie brauchen, um den nächsten Schritt zu gehen. Sie werten diese aber nicht aus. „Diese Schätze müssen geborgen werden", so der CEO. Die FIT bietet Kunden einen Industrie 4.0-Scan, die Erstellung einer Roadmap durch das Internet der Dinge (IoT), eine hohe technologische Kompetenz im SAP- und Microsoft-Umfeld rund um den Themenkomplex, sowie die nötige Expertise bei der Datenanalyse, um die gewünschten Ergebnisse zu erzielen. Kurzum, der Kunde lernt das Fahren auf seiner eigenen Datenautobahn.
 

„Flip-Chart meets Serverraum"

Extern wird der Industrie 4.0-Scan zusammen mit Kunden sowie der Unternehmensberatung ROI Management Consulting durchgeführt. Dabei geht es prinzipiell erst einmal um eine Standortbestimmung – wie weit ist der Kunde beim Thema Industrie 4.0. Die Stärke der FIT liegt in der langjährigen Erfahrung von IT-Beratung und Hosting im industriellen Bereich. Auf Seiten der ROI wiederum liegen die Stärken im Gestalten von Produktionskonzepten. Ansätze, die beim Kunden bereits existieren, werden aufgegriffen und anhand eines entsprechenden Fragenkatalogs geclustert.

Ideen aus der Scan-Phase können anschließend ohne größeren Aufwand getestet werden. Unter dem Motto „FIT IoT Starter Package" stellt die Freudenberg IT entsprechende Testumgebungen zur Verfügung, damit Kunden für einen temporären Zeitraum Daten sammeln und auswerten können. Eine abschließende Bewertung klärt, ob dieser konkrete Fall für eine Umsetzung geeignet ist.

 „Am Anfang der Reise wissen viele Unternehmen noch nicht, welche Anwendungsfälle am besten für IoT geeignet sind und wieviel Potenzial in jedem steckt. Deswegen müssen gerade bei der Erstellung erster Prototypen neue agile Ansätze angewandt werden", erklärt Reichardt.  

Spezielle Bedürfnisse einzelner Kunden spielen eine entscheidende Rolle,  Individualität ist ein Muss. Denn jedes Unternehmen ist anders, hat andere Herausforderungen. Gemeinsam ist ihnen eine Grundstruktur entlang der Fragen: Wie sammele ich Daten? Wie speichere ich diese ab? Wie werte ich sie sinnvoll aus? Wie setze ich Konkretes um? „Zum einen ist es wichtig, bestehende Geschäftsprozesse zu analysieren und Optimierungspotenziale zu finden. Gleichzeitig muss die Machbarkeit aus der IT-Perspektive betrachtet werden. Sonst nützen die besten Konzepte nichts", resümiert Reichardt.                                  
 

Glossar


Industrie 1.0

Die erste industrielle Revolution startet um 1800 mit der ersten Massenproduktion durch Maschinen. Während ein Großteil davon noch durch menschliche Kraft betrieben wurde, gab es auch erste mechanische Produktionsanlagen, die später durch Wasser- und Dampfkraft angetrieben wurden.

Industrie 4.0


Wir überspringen zwei industrielle Revolutionen. Ende des 20. Jahrhunderts beginnt die 4. industrielle Revolution. Mit dem aus Deutschland stammenden Begriff „Industrie 4.0" wurde ein Konzept definiert, um Unternehmen aus dem Fertigungsbereich Orientierung für den digitalen Entwicklungsprozess ihrer Organisationen zu geben. In diesem Prozess werden analoge Techniken digitalisiert und sogenannte cyber-physische Systeme integriert. Maschinen, Werkzeuge und Produkte sind jetzt  – beispielsweise durch integrierte Sensoren – Datenquellen. Hersteller, die diese Datenquellen – internetbasiert – optimal miteinander verbinden und so neue Erkenntnisse richtig nutzen, profitieren unmittelbar von „Industrie4.0".

Internet der Dinge (IoT)


Menschen, Maschinen, Anlagen, Logistik und Produkte kommunizieren und kooperieren unter Nutzung modernster technischer Möglichkeiten fortwährend miteinander. Daraus ergeben sich neue/schnelle Prozesse, neue Konstellationen wie die engere Vernetzung zwischen Marktdaten und aktuellen Produktionslinien sowie neue Geschäftsfelder und Services. Im Unterschied zu „Industrie4.0" ist IoT nicht auf eine bestimmte Branche oder einen bestimmten Themenbereich reduziert, sondern steht für die übergreifende Gesamtvernetzung.

Digitalisierung


Bezeichnet das „große Ganze" – die komplette Evolution aus der analogen Welt ins digitale Zeitalter. Beispiel: Anwender von PCs und Laptops nutzen heute ganz selbstverständlich „Dokumente" und sogar einen „Papierkorb". Genau genommen sind das aber nur gut programmierte Einsen und Nullen. Wir bedienen uns also Vorbilder aus der analogen Welt. Genauso, wie wir unsere Schreibtische bereits seit vielen Jahren Schritt für Schritt in unsere Computer übertragen haben, geschieht dies heute in vielen anderen Lebensbereichen – etwa beim Onlinehandel oder in der Produktion (Industrie 4.0).


Über die Freudenberg Gruppe

Freudenberg ist ein globales Technologieunternehmen, das seine Kunden und die Gesellschaft durch wegweisende Innovationen nachhaltig stärkt. Gemeinsam mit Partnern, Kunden und der Wissenschaft entwickelt die Freudenberg Gruppe technisch führende Produkte, exzellente Lösungen und Services für mehr als 30 Marktsegmente und für Tausende von Anwendungen: Dichtungen, schwingungstechnische Komponenten, Vliesstoffe, Filter, Spezialchemie und medizintechnische Produkte, IT-Dienstleistungen und modernste Reinigungsprodukte.

Innovationskraft, starke Kundenorientierung sowie Diversity und Teamgeist sind die Eckpfeiler der Unternehmensgruppe. Der Exzellenzanspruch, Verlässlichkeit und pro-aktives, verantwortungsvolles Handeln gehören zu den gelebten Grundwerten in der mehr als 165-jährigen Unternehmensgeschichte.

Im Jahr 2015 beschäftigte die Freudenberg Gruppe mehr als 40.000 Mitarbeiter in rund 60 Ländern weltweit und erwirtschaftete einen Umsatz von mehr als 7,5 Milliarden Euro (inklusive quotaler Konsolidierung der Gemeinschaftsunternehmen).