Freudenberg - Innovating Together

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Pressemitteilungen

Azubis fit für sicheres Arbeiten
Bei Freudenberg in Weinheim beginnen 125 Jugendliche ihre Ausbildung

Weinheim. 2. September 2013. Ein komisches Gefühl im Bauch, Vorfreude und  Aufregung steigen: Wenn sich heute die Schranke am Tor 1 des Freudenberg-Werksgeländes hebt, warten 125 Jugendliche darauf, den ersten Schritt in einen neuen Lebensabschnitt zu gehen. Für die Gesellschaften der Freudenberg Gruppe beginnen in diesem Jahr 74 junge Menschen ihre Ausbildung in Weinheim. Daneben starten 51 junge Menschen in vorwiegend technisch-naturwissenschaftlichen Berufen von Verbundpartnern aus der Region in den Beruf. „Die Einstellzahlen liegen damit auch im Jahr 2013 nachhaltig auf sehr hohem Niveau“, erklärt Dr. Rainer Kuntz, Leiter des Ausbildungszentrums bei Freudenberg. Vor drei Jahren gehörte Jonas Sonnen zu den Freudenberg-Neuankömmlingen. „Mir macht die fachliche Ausbildung viel Spaß“, so Sonnen. „Toll ist auch, dass ich als Azubi die Chance bekomme, bei Projekten zum Thema Arbeitssicherheit mitzumachen. Ich habe zum Beispiel geholfen, einen beweglichen Roboter in der Produktion abzusichern.“

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Der 23-jährige Auszubildende war als Elektroniker für Betriebstechnik am Projekt „Azubis schaffen Sicherheit“ der Freudenberg-Geschäftsgruppe Vliesstoffe beteiligt. Das Projekt landete auf dem ersten Platz des weltweiten „We all take care“ – Awards, der ebenfalls am Montag in Weinheim verliehen wird. Bei Freudenberg werden Auszubildende nicht nur in Arbeitssicherheit geschult, sondern von Anfang an in eigene Projekte eingebunden. „Selbstständig handelnde und unternehmerisch denkende Mitarbeiter sind eine Voraussetzung, um langfristig im Markt erfolgreich zu sein“, so Dr. Ralf Krieger, Mitglied des Vorstands der Freudenberg Gruppe. „Als weltweit tätige Unternehmensgruppe ist es wichtig für uns, Auszubildenden von Anfang an die Möglichkeit zu geben, Verantwortung zu übernehmen.“

Ein Schutzgitter, ein neues Vordach oder eine Lichtschranke: Es sind schnell zu realisierende, einfache und kostengünstige Ideen, die im Projekt „Azubis schaffen Sicherheit“ umgesetzt werden. Meldungen über Beinahe-Unfälle oder unsicheres Verhalten werden überprüft, ob sie sich für ein Azubi-Projekt eignen. Falls ja, erhalten die Lehrlinge sämtliche notwendigen Informationen und erarbeiten in einem Workshop Lösungen. Als mustergültig erwies sich die Neugestaltung des Eingangsbereichs eines Gebäudes. Hier hatte sich in der Vergangenheit nach starken Regenfällen immer wieder Wasser angestaut, das ins Gebäude lief und zu Rutschgefahr führte. Die Auszubildenden montierten ein Vordach, um dies zu verhindern. Außerdem erstellten sie eine stabile und gut sichtbare Schutzbarriere vor einer Folienwickelmaschine. So wird verhindert, dass während des Packvorgangs Mitarbeiter dem Drehteller gefährlich nahekommen. „Mittlerweile haben wir 17 Projekte angeschoben und sieben davon fertiggestellt“, so Diplom-Ingenieur Ralf Schneider.

Probleme erkennen und eigenständig Lösungen entwickeln
Um die Bedienung eines beweglichen Roboterarms in der Produktion sicher zu machen, baute das Team - bestehend aus  Jonas Sonnen und mehreren Azubis in unterschiedlichen Lehrjahren - einen zwei Meter großen Schutzkäfig. Außerdem wurde eine Lichtschranke hinzugefügt und ein roter Not-Aus-Knopf angebracht. „Die Lichtschranke und den Knopf haben wir aus anderen Maschinen ausgebaut und wiederverwendet. Vorher haben wir uns genau überlegt, wie wir die Maschine mit einfachen Mitteln sicher machen können“, sagt Sonnen. Unterstützt werden die Jugendlichen dabei von Christian Mitteregger, dem Leiter der Ausbildungswerkstatt: „Das Thema Arbeitssicherheit genießt höchste Aufmerksamkeit. Unser Auszubildenden-Projekt ist ein Teil dieser Philosophie. Wir helfen den Lehrlingen, interessante Projekte auf den Weg zu bringen, und sind immer wieder erstaunt, was für tolle Ideen sie entwickeln und in die Tat umsetzen.“  Das sagt auch Schneider, der das Projekt initiiert hat. „Wer schon zu Anfang seines Berufslebens das Thema Sicherheit als selbstverständlich begreift und für sich annimmt, besitzt einen enormen Vorteil. Er hat einen geschärften Blick für mögliche Gefahrenquellen, schützt sich und seine Kollegen.“

Der Start ins Berufsleben ist vielfältig: Ob Chemikant, Mechatroniker oder ein Studiengang in Wirtschaftsingenieurwesen – das Spektrum der 40 Ausbildungsberufe/ Studiengänge bei Freudenberg ist groß und reicht von der technischen, naturwissenschaftlichen und kaufmännischen Ausbildung bis zum Studium an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg in Mannheim. Als weltweit tätiges Unternehmen sind für die Freudenberg Gruppe Sprachkenntnisse und Wissen über andere Länder und Kulturen besonders wichtig: Bereits seit dem Jahr 2008 erhalten deshalb alle Auszubildenden Englischunterricht, der je nach Berufsrichtung auch berufsspezifische Fachbegriffe umfasst. Workshops und Informationen zum Thema internationale Arbeitswelt runden das Angebot ab. Viele Auszubildende absolvieren Aufenthalte im Ausland, zum Beispiel in Italien, England oder Spanien.

Bewerbungen für das Jahr 2014 sind online möglich.


Über die Freudenberg Gruppe
Die Freudenberg Gruppe ist ein Familienunternehmen, das seinen Kunden technisch anspruchsvolle und beratungsintensive Produkte und Dienstleistungen bietet. Die Unternehmensgruppe entwickelt und produziert Dichtungen, schwingungstechnische Komponenten, Filter, Vliesstoffe, Produkte zur Oberflächenbehandlung, Trennmittel und Spezialschmierstoffe, medizintechnische sowie mechatronische Produkte. Vor allem für mittelständische Unternehmen entwickelt Freudenberg Softwarelösungen und IT-Dienstleistungen. Unter den Markennamen vileda®, O-Cedar®, Wettex®, Gala® und SWASH® findet der Endverbraucher fortschrittliche Haushaltsprodukte von Freudenberg im Handel. Im Jahr 2012 beschäftigte die Freudenberg Gruppe 37.453 Mitarbeiter in 57 Ländern und erwirtschaftete einen Umsatz von mehr als 6,3 Milliarden Euro.