Freudenberg - Innovating Together

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Pressemitteilungen

Auf Daniel Düsentriebs Spuren
Entwickler der Freudenberg Gruppe erfinden neue Produkte

Weinheim, 24. Oktober 2013. Eine Maschine zum Schmieren von Broten, ein laufendes Bett oder ein Telefon mit integriertem Bügeleisen: Der Erfinder Daniel Düsentrieb sprudelt nur so vor originellen Einfällen. So geht es auch den Freudenberg-Mitarbeitern Dr. Peter Kritzer, Dr. Bernd Schlesselmann und Dr. Robert Groten. Deren Innovationskraft sichert den langfristigen Erfolg der weltweit tätigen Freudenberg Gruppe entscheidend mit. Von rund 37.500 Mitarbeitern in 57 Ländern dieser Erde arbeiten 2.200 auf Daniel Düsentriebs Spuren an innovativen Produkten. Diese gestalten die Welt von Morgen mit: von der Medizintechnik bis zur Imprägnierung von Textilien. Wie entstehen diese Ideen? Welche innovativen Produkte wurden so entwickelt? 

Im Auto, zu Hause im Bett oder beim Kaffee in der Mittagspause: Ideen hat Kritzer überall. „Spontan habe ich die besten Einfälle“, sagt der Entwickler, der im Innovation Center der Freudenberg-Geschäftsgruppe Sealing Technologies Workshops zum Finden von Ideen anbietet. „Wichtig ist eine entspannte Atmosphäre. Außerdem sorgt der Austausch mit querdenkenden Kollegen oder meiner Familie für neue Impulse.“ Er notiert seine Einfälle auf Zetteln, auf der Rückseite von Kaffee-Rabattkarten oder macht ein Foto eines Artikels oder Gegenstandes.

Über 100 Ideen hat Dr. Peter Kritzer in den Ideenpool eingereicht

Über 100 seiner Einfälle sind bereits im Ideenpool - einer gruppenweiten Ideensammlung - gelandet, viele haben zu neuen Produkten beigetragen. So zum Beispiel bei der Entwicklung neuartiger Vliesstoffe, die als Separator in Lithium-Batterien eingesetzt werden. Gemeinsam mit einem Kunden arbeitet er zurzeit an innovativen Fixierungs-Elementen für die Zellen in diesen Batterien. „In einem so großen Unternehmen ist es wichtig, über Geschäftsgruppen hinaus und themenbezogen zu denken. Zum Beispiel alle Ideen zu Themen wie Batterien, Eisenbahn oder Luftfahrt zu sammeln“, so Kritzer. Gar nicht leiden könne er Killerphrasen oder das vorschnelle Ablehnen von Ideen. Gerne nutzt er deshalb die sogenannte Walt-Disney-Methode, bei der eine Idee im Rollenspiel von drei Personen eingeschätzt wird: dem Träumer, dem Realisten und dem Kritiker. Ziel ist, das Positive aus jeder Idee herauszuarbeiten. 

Während eines Workshops, in Gesprächen mit Kollegen oder unter der Dusche: Schlesselmann, Leiter Forschung und Entwicklung Medizinische Vliesstoffe bei der Freudenberg-Geschäftsgruppe Vliesstoffe, hat an den unterschiedlichsten Orten gute Ideen. „Eine gute Analyse der Situation und gezielte Fragen helfen beim Finden von Ideen weiter“, so Schlesselmann. Besonders freut er sich über Ideen, aus denen Produkte geworden sind. In enger Zusammenarbeit mit einem Kunden, der Medizinprodukte herstellt, wurde so ein neues Wundvlies entwickelt: Es besteht aus nadelverfestigten Polymer-Stapelfasern, die sich zudem antibakteriell ausrüsten lassen. Das Wundvlies wird in Weinheim produziert. „Die Wundauflage ist sehr absorptionsfähig, bleibt selbst unter Druck in Form und nimmt Wundsekret und Bakterien auf“, so Schlesselmann. „Außerdem verklebt sie nicht mit der Wunde und ist atmungsaktiv.“

Viele Versuche führen zum Ziel: Dr. Bernd Schlesselmann (links) und Wolfgang Ewald benetzen einen Vliesstoff

Ob Musik, ein Gespräch oder eine Geschichte in einem Buch: Groten, Entwicklungsleiter von Freudenberg Evolon im französischen Colmar, hat die besten Ideen, wenn er entspannt ist. Das Besondere: Er denkt nicht nur in eine Richtung, sondern auch neu und um die Ecke. „In meinem Kopf spule ich eine Geschichte zurück und dann in eine andere Richtung“, so Groten. Oft dauert es Jahre, bis aus einer ersten Idee ein Produkt wird. So beginnt auch die Erfolgsgeschichte von Purtex, die im Jahr 2008 mit einer Idee von ihm startete. Heute ist Purtex eine lösemittelfreie Textil-Imprägnierung. Ab Frühjahr 2014 kommen die ersten mit Purtex imprägnierten Outdoor-Jacken in den Handel. Purtex ist frei von Fluorcarbonen, die aktuell in der Diskussion stehen. „Ein Entwickler ist Visionär und Optimist“, sagt Groten.

Ein weiteres Produkt, das Groten mitentwickelt hat: Antiallergische Bettwäsche aus Evolon. Das ist ein Textilmaterial, das weich, biegsam und leicht sowie widerstandsfähig ist. Zunächst war der Faservliesstoff nicht oft genug waschbar. Groten gelang es gemeinsam mit einem Kollegen, die Poren des Vlieses kleiner und die Filamente so lang zu machen, dass die gewünschte Waschbarkeit und Undurchlässigkeit für Milben erreicht wurde. Heute ist Evolon die weltweit erste Antiallergiker-Bettwäsche, die dauerhaft waschbar und zertifiziert ist. 

 

Spontan hat er die besten Ideen: Dr. Robert Groten

„Wichtig für meine Arbeit ist auch der Austausch mit Experten“, so Groten. Einmal im Monat trifft er sich mit anderen Entwicklern. „Wussten Sie, dass es ein Insekt gibt, das im Flash-Spinnverfahren Fäden aus Chitin herstellt? Dessen Verfahren könnte das Vorbild sein, um herauszufinden, wie solche Fäden ohne Lösungsmittel hergestellt werden können“, so Groten. „Die Aufgabe eines Entwicklers ist es, an übermorgen zu denken.“

Über die Freudenberg Gruppe
Die Freudenberg Gruppe ist ein Familienunternehmen, das seinen Kunden technisch anspruchsvolle und beratungsintensive Produkte und Dienstleistungen bietet. Die Unternehmensgruppe entwickelt und produziert Dichtungen, schwingungstechnische Komponenten, Filter, Vliesstoffe, Produkte zur Oberflächenbehandlung, Trennmittel und Spezialschmierstoffe, medizintechnische sowie mechatronische Produkte. Vor allem für mittelständische Unternehmen entwickelt Freudenberg Softwarelösungen und IT-Dienstleistungen. Unter den Markennamen vileda®, O-Cedar®, Wettex®, Gala® und SWASH® findet der Endverbraucher fortschrittliche Haushaltsprodukte von Freudenberg im Handel. Im Jahr 2012 beschäftigte die Freudenberg Gruppe 37.453 Mitarbeiter in 57 Ländern und erwirtschaftete einen Umsatz von mehr als 6,3 Milliarden Euro. Weitere Informationen zu Freudenberg gibt es im Internet unter www.freudenberg.de.