Freudenberg - Innovating Together

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Pressemitteilungen

25 Jahre Diakoniewerkstatt bei Freudenberg
Rund 100 Menschen mit Handicaps arbeiten

Weinheim, 28. November 2013. Simmerringe zählen, einschweißen oder Etiketten auf Kartons kleben: In der Diakoniewerkstatt auf dem Gelände der Freudenberg Gruppe in Weinheim arbeiten rund 100 Menschen mit Handicaps. Die Unternehmensgruppe ist der größte Kunde der Werkstatt. Eine Erfolgsgeschichte: Seit 25 Jahren arbeitet Freudenberg mit den Diakoniewerkstätten Rhein-Neckar zusammen. Die Kooperation ist eines von vielen Beispielen, wie das werteorientierte Familienunternehmen an seinen Standorten soziale Verantwortung übernimmt. Ziel es, die Arbeitsplätze behinderter Menschen so dicht wie möglich an die industrielle Arbeitswelt heranzuführen.

Freudenberg unterstützt Menschen mit körperlichen oder geistigen Einschränkungen seit dem Zweiten Weltkrieg. Damals leisteten vor allem Kriegsversehrte verschiedene Arbeiten. Im Jahr 1948 gründete die Firma Carl Freudenberg eine Behindertenwerkstatt zur Bearbeitung von Simmerringen in der Nähe von Schweinfurt. Die erste Werkstatt für Menschen mit Behinderungen auf Freudenberg-Gelände wurde 1988 mit 26 Mitarbeitern von den Diakoniewerkstätten Rhein-Neckar im Werk im Müllheimer Tal errichtet. Im Industriepark Weinheim befindet sich seit dem Jahr 1995 eine der Werkstätten.

Meistens gute Laune: Sascha verschweißt Vliesofix-Produkte.  

„Ich bin so froh, Arbeit zu haben, sagt Sabine Kohler, die seit zehn Jahren in der Werkstatt mitarbeitet. „Ich habe jahrelang zu Hause herumgesessen, ferngesehen und Bewerbungen geschrieben.“ Dann zeigt sie, wie sie Kerzen in Holzkästen verpackt und Schleifen bindet. „Eine Aufgabe zu haben ist wichtig“, sagt Andrea Schweigert, die ebenfalls Kerzen verpackt. Mittendrin steht Arbeitstherapeutin Elke Bissdorf. „Die Arbeit fördert Motorik und soziale Kompetenz“, sagt sie. „Ich achte darauf, dass starke und schwache Mitarbeiter sich in einem Team ergänzen. Die Arbeitsplätze rotieren, damit keine Monotonie entsteht.“ Ist es denn möglich, die Menschen hier langfristig in den ersten Arbeitsmarkt zu integrieren? „Für einige würde ich mir das wünschen“, sagt Bissdorf. „Aber die moderne Arbeitswelt ist noch nicht so weit.“

Ein Stockwerk tiefer surren in einer großen Produktionshalle Maschinen. Hier werden für Freudenberg Sealing Technologies Simmerringe verpackt. „Wir haben Vorgaben und verpacken hier eine vorgegebene Menge innerhalb einer bestimmten Zeit“, sagt Gabriele Müller von der Mitarbeitervertretung. „Es macht uns stolz, dass wir das gemeinsam schaffen.“ Zählfächer aus Holz helfen den Mitarbeitern, die richtige Anzahl zu erkennen. Ein großer Simmerring heißt Elefant, der kleine Maus. An den Laufbändern hängen Zettel mit Tierzeichnungen, die helfen, das richtige Produkt zu erkennen. Eine junge Frau steht an einem Band und zählt Simmerringe. „Guuut“, sagt sie etwas undeutlich auf die Frage, ob es ihr Spaß macht. Dann lacht sie herzlich. Das ist das Besondere: Viele Mitarbeiter können sich schwer ausdrücken, suchen nach Worten oder scheinen zunächst nicht zugänglich. Aber plötzlich nehmen sie die Hand ihres Gegenübers, legen den Arm darum und lachen es an. Sie sind anders, bauen Beziehungen über Gefühle und Berührungen auf. So ist es auch bei der Arbeit: Sie arbeiten mit Herz und Hand.

Sibylle klebt Etiketten auf Kartons.

Über die Freudenberg Gruppe
Die Freudenberg Gruppe ist ein Familienunternehmen, das seinen Kunden technisch anspruchsvolle und beratungsintensive Produkte und Dienstleistungen bietet. Die Unternehmensgruppe entwickelt und produziert Dichtungen, schwingungstechnische Komponenten, Filter, Vliesstoffe, Produkte zur Oberflächenbehandlung, Trennmittel und Spezialschmierstoffe, medizintechnische sowie mechatronische Produkte. Vor allem für mittelständische Unternehmen entwickelt Freudenberg Softwarelösungen und IT-Dienstleistungen. Unter den Markennamen vileda®, O-Cedar®, Wettex®, Gala® und SWASH® findet der Endverbraucher fortschrittliche Haushaltsprodukte von Freudenberg im Handel. Im Jahr 2012 beschäftigte die Freudenberg Gruppe 37.453 Mitarbeiter in 57 Ländern und erwirtschaftete einen Umsatz von mehr als 6,3 Milliarden Euro.​