Im Geschäftsjahr 2006 hat sich die konjunkturelle Belebung in Europa und insbesondere in Deutschland sowie in Südamerika fortgesetzt. In Südostasien und Indien hielt der starke Wachstumstrend an. Dagegen gab es in den USA zunehmend Anzeichen einer nachlassenden Wirtschaftsdynamik mit schwächer werdendem US-Dollar. Hier machte uns insbesondere der schwächer werdende Geschäftsverlauf der amerikanischen Automobilhersteller zu schaffen, denn diese sind direkt und indirekt besonders wichtige Kunden unseres dichtungs- und schwingungstechnischen sowie Spinnvliesstoff-Geschäftes in den USA. Insgesamt konnten wir aber in einem recht günstigen Konjunkturumfeld arbeiten.
Dieses günstige Umfeld konnten wir nutzen, sowohl im europäischen und fernöstlichen Automobilgeschäft wie vor allem in der allgemeinen Industrie weltweit, um unsere Marktpositionen auszubauen beziehungsweise zu festigen. Die Umsetzung unserer Strategie der konsequenten Ausrichtung auf spezifische Markt- und Kundensegmente sowie der Steigerung der Innovationsfähigkeit zeitigt zunehmend Erfolg, sowohl im Umsatz- wie Ergebniswachstum.
Insgesamt war 2006 ein durchaus zufrieden stellendes Jahr für die Unternehmensgruppe Freudenberg. Der Umsatz stieg trotz adverser Wechselkursentwicklung und Desinvestitionseffekten um rund 5 Prozent gegenüber dem Vorjahr und überschritt erstmals die 5 Milliarden-Euro-Grenze. Das Ergebnis verbesserte sich überproportional um mehr als 8 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Eigenkapitalquote ist erneut gestiegen und beträgt nun 46 Prozent. Im Rahmen der jährlichen Überprüfung der Bonität bestätigte Moody's das Rating A 3 und verbesserte den Ausblick auf stabil. Sehr erfreulich ist auch die weitere Verbesserung der Unfallquote pro 1.000 Mitarbeiter, die erneut um 18 Prozent gesenkt werden konnte und nun nur noch 4,3 beträgt.
Im laufenden Geschäftsjahr will Freudenberg weiter überdurchschnittlich wachsen. Dieses gezielte beschleunigte Wachstum wird erhebliche Mittel erfordern, die wir durch gute operative Ergebnisse, weiter verbessertes Working Capital Management und gezielte Desinvestitionen selbst erwirtschaften werden.
Die positive Entwicklung der Unternehmensgruppe im Berichtsjahr wäre ohne das Engagement und die Kompetenz unserer Mitarbeiter in allen Weltregionen nicht möglich gewesen. Wir bedanken uns deshalb bei allen Mitarbeitern für ihre Leistung. Wir sind stolz, Ende 2006 mit 33.526 Mitarbeitern weltweit mehr Menschen zu beschäftigen als je zuvor in der nun 158-jährigen Unternehmensgeschichte.
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