Forschung und Entwicklung

Die Unternehmensgruppe Freudenberg hat im Jahr 2006 insgesamt 204,2 Millionen Euro für Forschung und Entwicklung ausgegeben. Im Berichtsjahr arbeiteten in der Forschung und Entwicklung der Freudenberg- Gruppe 2.256 Mitarbeiter, regionaler Schwerpunkt mit 1.427 Mitarbeitern war Deutschland. Der größte Teil der Innovationsausgaben entfiel auf das Geschäftsfeld Dichtungs- und Schwingungstechnik.

Innovationsstrategie weiterentwickelt

Die Unternehmensgruppe Freudenberg hat im abgelaufenen Geschäftsjahr damit begonnen, ihre Innovationsstrategie grundlegend weiterzuentwickeln. Hierzu wurde das Freudenberg Innovation Committee (FIC) gegründet, in dem alle Chief Technology Officer (CTO) der Teilkonzerne mitarbeiten. Wesentliche Aufgaben des FIC sind, wichtige und für Freudenberg relevante Markt- und Technologietrends zu identifizieren und die entsprechenden Produkt- und Technologieentwicklungen in den Teilkonzernen zu initiieren. Um die für Freudenberg notwendigen Verbesserungen im Inventions- und Innovationsprozess zu ermitteln und zielführende Maßnahmen einzuleiten, analysiert das FIC gute Beispiele anderer Gesellschaften und orientiert sich an den innovativsten Unternehmen im Markt. Die Fortschritte werden anhand von Innovationskennzahlen gemessen, die für die gesamte Unternehmensgruppe einheitlich definiert sind.

Die Innovationskultur soll vor dem Hintergrund der folgenden für Freudenberg verbindlich vereinbarten Definition von Innovation gefördert werden: "Innovation ist die Entwicklung neuer Ideen und ihre Umsetzung in Mehrwert für unsere Kunden und in wirtschaftlichen Erfolg durch das Wissen und die Expertise einzelner Freudenberg Mitarbeiter oder Teams." Ziel ist es, den Umsatzanteil mit neuen Produkten deutlich auszubauen.

Ein wesentlicher Erfolgsfaktor hierfür ist die Kommunikation im gesamten Unternehmen. Im Geschäftsjahr 2006 wurde die interne Veranstaltungsreihe "Innovationsforum" fortgesetzt, bei der Innovationsprojekte des Teilkonzerns Vibracoustic (Europa) vorgestellt wurden. Begleitet wurde das Innovationsforum durch einen "Entwicklertreff". Beschäftigte aus dem Bereich Forschung und Entwicklung und angrenzenden Bereichen erhalten hier ein Forum für Gespräche und Netzwerkbildung.

Grundvoraussetzung für die Innovationsfähigkeit der Freudenberg-Gruppe ist die Förderung des naturwissenschaftlichtechnischen Nachwuchses. Im Freudenberg Innovation Committee werden deshalb gezielt die Karriereplanung für junge Fachkräfte gefördert und Leitlinien für die Kooperation mit ausgewählten internationalen Hochschulen erarbeitet.

Freudenberg wurde im Rahmen der von der Bundesregierung und dem Bund der deutschen Industrie gegründeten Initiative "Land der Ideen" für einen Tag als Ort im Land der Ideen ausgewählt. Am 7. November 2006 präsentierten die Gesellschaften der Unternehmensgruppe Freudenberg am Standort Weinheim vor rund 2.000 Besuchern ihre Ideen.